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Tobias Bogner

Auf einem guten Weg zurück in die Erfolgsspur

am 20.10.2008 - 16:34 Uhr

Der 18-jährige Tobias Bogner vom Dürreck galt noch vor wenigen Jahren als das ganz große Skisprungtalent. Doch durch das Wachstum veränderten sich beim Springer des SKB die Hebel und auf einmal ging es nicht mehr so weit und so gut wie zuvor. Frühere Konkurrenten wie der Österreicher Gregor Schlierenzauer sprangen plötzlich weiter als Bogner, der dies jedoch nicht dramatisch, weil auf einem guten Weg zurück an die Spitze, sieht. Beim Skispringen geht es nämlich ebenso schnell aufwärts wie auch wieder hinunter.
Der Berchtesgadener Anzeiger hatte am Rande des Sprunghügels die Möglichkeit mit Tobias Bogner über Vergangenes, aber auch seine Zukunft zu sprechen. Bogner, der im zarten Alter von fünf Jahren mit dem Skispringen begonnen hat, stand bei internationalen Wettbewerben schon fünfmal ganz oben am Siegerpodest, im letzten Jahr war er bei den Weltmeisterschaften in Sapporo am Start, davor gab er beim Weltcup in Willingen mit Platz drei im Teamwettbewerb ein sensationelles Debüt.

Deine Leistungskurve zeigte lange Zeit immer nach oben. Doch zuletzt scheinen die Leistungen etwas zu stagnieren.
Tobias Bogner: Dies liegt sicher an vielen Faktoren. Andere waren mit 14 bis 15 Jahren schon sehr groß und ausgewachsen, während ich später größer wurde und auch an Gewicht zugelegt habe. Dies spielt beim Skispringen ganz entscheidend hinzu.
Wie ist Deine Zuversicht, dass plötzlich wieder der Knopf aufgeht und Du wieder bei den Besten dabei bist?
Bogner: Das kann nicht von heute auf morgen passieren, aber wir sind seit Monaten sehr intensiv dabei. Es ist schon um Klassen besser geworden, als noch vor ein paar Monaten.
Und mit welchem Trainer arbeitest Du speziell welchem Kader gehörst Du an?
Bogner: Mit dem Österreicher Bernhard Metzler, der in Oberstdorf arbeitet. Ich gehöre dem B-Kader des Deutschen Skiverbandes an.
Wie sieht Deine weitere Zukunft aus?
Bogner: Es wird hoffentlich bald mit der Vorbereitung auf Schnee losgehen. Je nach dem wie es läuft bekomme ich dann auch Weltcupeinsätze. Mein großes Ziel ist die Teilnahme an der Vier Schanzen-Tournee, vor allem in Oberstdorf wäre ich natürlich gerne einmal am Ablauf, denn in den letzten beiden Jahren habe ich dieses Ziel nicht erreicht.
Das große Saisonziel ist die Junioren-Weltmeisterschaft.
Du hast vor gut zwei Jahren Deinen Wirkungskreis nach Oberstdorf verlegt. Warum?
Bogner: In Oberstdorf gibt es zum einen eine Schanze mehr und zudem ist alles viel zentralisierter. Mit dem Fahrrad bin ich in zwei Minuten an der Turnhalle und an der Schanze bin ich zu Fuß in einer halben Minute. In Berchtesgaden gibt es doch immer weite Wege mit dem Auto. Wenn es auch in Berchtesgaden mit der Schule besser wäre, so kann ich das Abitur auch in Oberstdorf machen. Deswegen bin ich im Februar 2006 nach Oberstdorf gegangen.
Was sagst Du zur Entwicklung Deines Klubkameraden Daniel Wenig?
Bogner: Der hat in den letzten beiden Jahren eine Klasse Entwicklung hinter sich und war auch in diesem Jahr schon ein paar Mal besser als ich. Das ist auch für mich Ansporn, denn wenn es bei Daniel so weiter geht, warum soll es dann bei mir stagnieren.
Wann wirst Du das Abitur ablegen und was kommt dann?
Bogner: Ich werde im Mai das Abitur schreiben. Danach komme ich in die Sportfördergruppe der Bundeswehr.
Und was ist mit dem Studium, gegebenenfalls im Sport?
Bogner: Es gibt viele Ideen, aber keine an Sport. Ich denke eher an die Bereiche Architektur, Grafik und Design.

Bogner – Der 18-jährige Tobias Bogner vom SK Berchtesgaden gehört nach wie vor zu den großen deutschen Skispringerhoffnungen.



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