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Hammerer Dreifachsieg bei der Mini Vierschanzentournee

am 03.03.2010 - 16:13 Uhr

Mit traumhaftem Wetter und strahlendem Sonnenschein wurden alle Verantwortlichen und Helfer des SC Hammer für ihren unermüdlichen Einsatz bei den Vorbereitungen zur diesjährigen Minitournee belohnt. Die Wetterkapriolen der letzten Tage machten es nicht gerade leicht, die Sportanlagen in einen wettkampffähigen Zustand zu versetzen, aber der in der Nacht zum Samstag einsetzende Frost sorgte zuletzt doch noch für einen harten Untergrund.
So präsentierten sich die Schanzen in einem – zwar „beinharten“ – aber doch guten Zustand und vor allem auf der großen Schanze zeigten die Springer der S14 und S15 durchwegs mit Weiten zwischen 38 und 42 Metern hervorragende Leistungen. Bei den anschließenden Alpinen Fahrformen waren die Pistenverhältnisse in der Maisau für Langlaufski nicht einfach und die Strecke forderte allen Startern höchsten Einsatz ab, aber auch hier waren alle mit Eifer und Einsatz bei der Sache. Sicherlich hätten wir uns eine etwas weichere Piste gewünscht, aber wir müssen froh sein, dass überhaupt noch genug Schnee für einen Wettbewerb da war. Ein besonderer Dank noch einmal allen Helfern, dem Malteser Hilfsdienst, den – kurzfristig eingesprungenen – Wertungsrichtern und der Gemeinde Siegsdorf, insbesondere dem Bauhof mit Wieselfahrer Mathias Hubauer, der sich sehr kooperativ zeigte. Den Sieg bei den Einsteiger, die neu mit dem Sprungsport begonnen haben und auf der 12m Schanze sprangen, sicherte sich Andreas Schwarz aus Reit im Winkl vor seinem Vereinskollegen Christoph Ritzer und Zoe Lehnert aus Oberaudorf. In der S 8 und der S 9 gab es jeweils einen Oberaudorfer Doppelsieg. Bei der S 8 durch Florian Ritzer und Emanuel Schmid. Dritter wure Juri Brugger vom SK Berchtesgaden und in der S 9 durch Tobias Rau und Alexander Krumpholz vor dem Berchtesgadener Thomas Huber. Der Stärkste in der S 10, die auf der 21m Schanze sprangen, war Josef Ritzer vor Luis Lehnert (beide WSV Oberaudorf), die Toni Böker vom SC Ruhpolding auf Platz drei verwiesen. Leider nur drei Springer waren in der S 11 am Start und hier gewann Constantin Schmid vom WSV Oberaudorf überlegen vor Tobias Hinterbrandner (SK Berchtesgaden) und Niclas Heumann (WSV Oberaudorf). Die meisten Teilnehmer mit 18 Springern waren in der S 12/13, die bereits auf der großen Schanze über den Bakken gingen. Hier gab es einen Berchtesgadener Dreifachsieg durch Felix Glasner, Sebastian Nock und Sebastian Rechner.
Ebenso einen „Triple-Erfolg“ konnten die Hammerer Lokalmatadoren in der S 14/15 feiern. Lorenz Wegscheider sicherte sich mit der Tageshöchstweite von 42 Metern bereits im ersten Durchgang den Tagessieg vor Martin Baumuck und Thomas Dufter (alle SC Hammer). Pech hatte Simon Sklorz vom SC Ruhpolding mit einem Sturz im zweiten Durchgang bei 40,5 Metern, denn sonst hätte er wahrscheinlich in die Phalanx der Hammerer eingreifen können.
Die Alpinen Fahrformen, die diesmal zur Kombinationswertung herangezogen wurden, mussten die Springer am Sulzberglift in der Maisau absolvieren und hierbei zeigte sich sehr deutlich, wer gut mit den Langlaufskiern im alpinen Gelände umgehen kann. Freilich waren die Bedingungen nicht einfach und es gab einige Stürze, aber man sah auch bei einigen dass es durchaus möglich war den Riesenslalom Parcours fehlerfrei zu bewältigen. Laufbestzeit erreichte dabei Andi Wellinger vor Sebastian Nock und Josef Ritzer, der noch der Schülerklasse 10 angehört.
Insgesamt war es ein toller Abschluß für die Minitournee, die jedoch mehr und mehr an Bedeutung verliert. Früher war es eine Herausforderung sich in die Siegerlisten einzutragen, doch heutzutage gewinnt am Ende derjenige, der am häufigsten am Start ist und nicht der Beste. Man muß sich dringend Gedanken machen, wie man den Stellenwert der traditionellen Minitournee wieder verbessern kann. Ist es unbedingt notwendig, dass die Kinder und Schüler bereits fast jedes Wochenende irgendwo in Deutschland „rumfahren“ zu den verschiedenen Wettbewerben und die Veranstaltungen vor der Haustüre im Inn- und Chiemgau nicht mehr durchgeführt werden können, weil keine Sportler vor Ort sind



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