Jahresbericht Snowboard 2005/2006
Alex Behounek am 21.08.2006 - 10:27 Uhr
Auf dem Verbandstag am 02. Juni 2005 in Schongau wurde ein Wechsel in der Führung der Snowboarder vollzogen. Bernhard (Berni) Hinterseer stellte sich nicht mehr zur Wahl. Neu gewählt wurde Alex Behounek.
Kurze Vorstellung
Ich fahre seit 1987 Snowboard, bin Leiter der Snowboarder im SC Rosenheim seit 1989 und Kampfrichter Ski/Alpin im Inngau seit 1998. Ich bin also dem Wintersport sehr verbunden und möchte mit meinem Engagement versuchen, ein durchgängiges Konzept im bayerischen Snowboardsport zu entwickeln.
Den Betreuerstab aufrüsten
Die Erfahrungen der letzten Jahre hat gezeigt, dass kein Verein in der Lage ist, dem Snowboardsportler eine vergleichbare Plattform zu bieten wie sie den Skifahrern geboten wird. Somit findet kaum ein unerkanntes Talent den Weg zu seiner Berufung. Als Landesverband kann der BSV hier auch nicht kurzfristig einspringen. Ich möchte aber den wenigen interessierten Boardern in der Zukunft bessere Möglichkeiten eröffnen. Hierzu sind durchgehende Wettbewerbe in allen Regionen notwendig. Zusammen mit unserem Bundesverband SVD werden wir in den kommenden Jahren aktiv daran arbeiten. Kurzfristig muss ich dafür Sorge tragen, dass die bestehenden Talente mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln optimal versorgt werden. Hierzu ist es dringend notwendig, den Betreuerstab aufzurüsten und erstmals disziplingerechte Trainingsmöglichkeiten zu schaffen. Deshalb werde ich auch dem Snowboard-Freestyle eine entsprechende Trainerstruktur bieten. Ein einziger BSV-Trainer hat in den vergangenen Jahren versucht, die technischen Varianten des alpinen Snowboardsports zu vermitteln. Dass daraus erfolgreiche Nachwuchssportler folgten ist kaum zu glauben. Zukünftig werden zwei weitere Trainer für die Disziplinen Snowboard Alpin + Boardercross tätig werden. Für den Bereich Freestyle sind ab sofort drei Trainer zuständig. Durch diese Verteilung der Aufgaben wird auch eine örtliche Aufteilung möglich.
Snowboard - Alpin
Die Trainingsaufgaben Snowboard-Alpin werden von Sven Krombach koordiniert. Sven ist seit nunmehr 10 Jahren beim BSV als Trainer tätig. Er ist die Schnittstelle zum Bundesverband SVD und übernimmt zeitweise auch Aufgaben für den Bundeskader. In seinen Aufgabenbereich fällt auch die Trainingsplanung aller Mannschaften und die Festlegung der Wettbewerbe. Sven trainiert vorwiegend die Übergangstalente in den Bundeskader und macht oftmals Mischtrainings der D-Kader mit dem bestehenden C-Kader und D/C Kader. Um die Nachwuchsförderung optimal voranzutreiben, benötigen wir Trainer an den Stützpunkten. Hier werden wir erstmals zwei neue BSV Trainer mit diesen Aufgaben betreuen. Annette Merkl aus Miesbach wird im Oberland für die Kadermitglieder aus den Gauen Oberland, München und Werdenfels tätig sein. Am Stützpunkt Götschen ist Stani Kulawik für alle Aktiven aus dem Chiemgau und dem Bayerwald tätig. Zugleich wird Stani eine Sonderrolle als Betreuer aller Snowboarder der Christopherus-Schule übernehmen.
Der zukünftige BSV D-Kader Snowboard-Alpin wird aus voraussichtlich 20 Mitgliedern bestehen, die aus vier Gauen kommen. Die Trainingsvorbereitungen für die kommende Saison laufen seit April 2006. Hauptaufgaben der Trainer ist es, neben der Vermittlung der Technik eine homogene Mannschaft zu bilden. Neben den Mühen der Trainingsaufgaben und der Zeitaufwendung darf der Spaß und die Freude am Sport nicht vernachlässigt werden.
Snowboard - Freestyle
Ein neu gebildetes Trainerteam wird erstmals versuchen, Talente im Kinderbereich zu sichten und zu binden. Seit Dezember 2005 besuchen Inka Schier, Andi Polke und Oliver Hutzschenreuter alle Contests in Deutschland, die in irgendeiner Art mit Freestyle zu tun haben. Die ganze Szene ist äußerst schwierig einzugrenzen und auch die Mentalität der Aktiven ist sehr individuell. Somit ist die Aufgabenstellung, dieses Trainergespanns ungleich schwieriger, denn auch sie sollen eine Mannschaft bilden.
Die Verteilung der Bereiche orientiert sich hier auch an den Wohnorten der Trainer. So ist Andi Polke mit Sitz in München für die Fahrer zuständig aus den Gauen München, Oberland, Allgäu und Werdenfels. Andi wird mit seinen Trainingsorten vorwiegend in diesen Bereichen tätig sein und auch das benachbarte Österreich mit besuchen. Inka Schier wird die Schüler aus dem Inngau, Chiemgau und Bayerwald betreuen. Ihr Trainingsgelände wird hauptsächlich im Götschen und in Ruhpolding sein. Die Aufgaben von Oliver Hutzschenreuter ist vergleichbar mit denen von Sven Krombach im SB-Alpin. Oli hat das Training zu koordinieren, die Einsätze bei Wettbewerben und wird schwerpunktmäßig die Übergangsmannschaften im Stützpunkt am Götschen trainieren, für den Bundeskader. Er ist zugleich zuständig für die Trainingsstätten Götschen im Auftrag des OSP. Mit Sven Krombach wird er das Training übernehmen für den Boardercross, da beim Boardercross Elemente aus beiden Disziplinen mit einfließen.
Auch im Snowboard-Freestyle wird es erstmals in der Geschichte des BSV einen Kader geben. Aber neben der Betreuung dieser fixen Mannschaft wird diese Gruppe immer wieder neue Nachwuchstalente mit einbeziehen, um auch immer offen zu sein als Landesverband.
Saison 2005/2006
Die Nachwuchsarbeit der vergangenen Jahre hat sich in der abgelaufenen Saison durch die Erfolge folgender Fahrer manifestiert:
Amelie Kober (SC Miesbach)
Aus Fischbachau kommend und beim SC Miesbach groß geworden ist sie der Shootingstar in der deutschen Snowboard-Race-Szene. Bei den olympischen Winterspielen in Turin errang Amelie die Silbermedaille im Parallel-Riesenslalom, als jüngste Starterin im Teilnehmerfeld.
Isabella Laböck (SC Prien)
Seit über 10 Jahren ist „Bella“ im Snowboardzirkus dabei. Sie war der Kinderstar in den 90-er Jahren und hat trotz einiger Rückschläge nie die Freude am Sport verloren. Nachdem sie die Schulausbildung erfolgreich beendete ist sie wieder intensiv ins Training eingestiegen und hat ihre Arbeit gekrönt mit einem 2. Platz im Parallel-Riesenslalom bei der Junioren-WM in Korea.
Schlusswort
Von Seiten der Sportführung wurden erste Weichen neu gestellt. Für die großen Ziele sind die notwendigsten Schritte vorgenommen worden und auch das Potenzial an Nachwuchsfahrern ist hoffnungsvoll. Es werden sicher noch weitere Anforderungen notwendig werden, um den Snowboardsport als Leistungssport weiter am Leben zu halten. Wir werden uns bemühen, hier die richtigen Ansatzpunkte zu finden.
Weitere Informationen inklusive Ergebnissen, Vorstellungen der Trainer sowie die Trainerstruktur sind unten als PDF-Datei angefügt.