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"RennSemmel" fürs „Regionalteam West-Allgäu“

am 02.08.2010 - 09:01 Uhr

Unter einer Rennsemmel versteht man normalerweise kleine und wendige Flitzer. In der Region steht das Wort künftig auch für richtiges Backwerk. Die Bäckerei Rieser in Simmerberg bietet ab heute die «Westallgäuer RennSemmel» an. Zehn Cent je verkauftem Stück fließen an das Regionalteam Westallgäu, das den alpinen Skinachwuchs fördert.
Die neue Semmel ist ein Gemeinschaftswerk von Markus Mühler und Hans-Georg Rieser, Werbe- und Designfachmann der eine, Bäcker der andere. Gemeinsam mit dem Regionalteam wollen sie etwas für den Skinachwuchs tun. An der Rezeptur hat Bäckermeister Hans-Georg Rieser einige Zeit getüftelt, herausgekommen ist ein kalziumreicher Körnersemmel mit Hafer, Maisgrieß und Sonnenblumenkernen. Der längliche Semmel trägt als Erkennungszeichen einen stilisierten Skischwung. Pro verkauftem Semmel fließen zehn Cent an die Jugend des Fördervereins. Fünf Cent zahlt der Kunde mehr als bei einem herkömmlichen Körnersemmel, fünf Cent legt noch die Bäckerei drauf.
«Der finanzielle Aufwand ist für den Einzelnen gering, übers Jahr kommt aber doch ein größerer Betrag zusammen», sagt Markus Mühler, der beim Regionalteam zum Vorstand gehört und für das Sponsoring zuständig ist. Er hofft auch auf die Solidarität der Vereine, die die RennSemmel beispielsweise für ihre Feste ordern können. Erhältlich ist sie bislang nur bei der Bäckerei Rieser. Vorstellbar, so Markus Mühler, sei aber auch eine Kooperation mit anderen Bäckern.
Das Regionalteam Westallgäu ist vor sieben Jahren als Förderverein für den alpinen Skinachwuchs aus der Taufe gehoben worden. Über Mitgliedsbeiträge, Sponsoring und Veranstaltungen kommt Geld für die Sportler in die Kasse. 42 Kinder und Jugendliche werden in drei Gruppen trainiert. Ziel ist es, die talentiertesten Läufer an die Kader des Allgäuer oder Deutschen Skiverbandes heranzuführen. Auf diesem Niveau ist der Skirennsport ein Ganzjahressport. Im Sommer stehen zweimal wöchentlich Konditions- und Koordinationstraining an. Ab Ende September fahren die Sportler zum Schneetraining auf den Kaunertal-Gletscher, ehe es von Dezember bis April zwei bis dreimal die Woche zum Training auf heimischen Schnee geht. Rennen kommen dann noch dazu. Mühler: «Ohne das Engagement der Trainer und vor allem der Eltern wäre das nicht möglich».



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