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Jahresbericht Tourenwesen 2004/05

Adolf Stadler am 27.05.2005 - 08:02 Uhr

Der Bericht über das Jahr 2004/05 lässt hoffen, dass die Ausbildungssparte Skitour - obwohl eine Randsparte innerhalb des „großen“ BSV - eine leichte Tendenz nach oben aufweist. Der Hoffnungsschimmer heißt „Grund- und Aufbaulehrgang Skitour“ und ist die unterste Sprosse auf der Ausbildungsleiter Skitour.

Die Anmeldungen zur diesjährigen Ausbildung „Grund- und Aufbaulehrgang Skitour“ kamen, wie schon in den vergangenen Jahren, sehr schleppend. Dass zum Lehrgangsbeginn letztlich 21 Teilnehmer/innen von den Skigauen im BSV gemeldet wurden, war zwar ein erfreuliches Ergebnis, brachte aber das Problem der Quartierbestellung in Kematen (für den GI und GII) und in Lüsens/Sellrain (für den 1-wöchigen Aufbaulehrgang) und die der zuständigen Ausbilder mit sich. Da eine Skitourengruppe auf max. 7 Personen pro Ausbilder beschränkt wird, erforderte dies allein 3 Ausbilder. Es erscheint auf den ersten Blick eine Kleinigkeit zu sein, diese 3 Ausbilder für eine Woche zu stellen. Es ist jedoch zu Bedenken, dass es sich dabei um Leute handelt, die dafür ihren Urlaub opfern und auch noch zusätzlich in den eigenen Skigauen eine Ausbildertätigkeit ausüben. Somit gebührt ihnen für ihre Bereitschaft mein Dank.

Noch ein Wort zur Ausbildung:
Lehr- und Ausbildungsinhalten - auch für das Lehrwesen Skitour - werden seit geraumer Zeit vom DSV auf einer Ausbildungs-CD dargestellt. Aber leider ist festzustellen, dass wesentliche Teile, die die Ausbildung Skitour betreffen, darauf noch fehlen. Vom DSV ist zugesagt, das eine komplette Ausbildungs-CD im Winter 2005/06 zur Verfügung stehen wird. Derzeit ungeklärt ist noch, ob diese Ausbildungs-CD auch den Landesausbildern, oder nur den Bundesausbildern zur Verfügung steht.
Eine CD ist praktisch und kann sehr leicht durch ein Update wieder ergänzt werden. Es setzt aber voraus, dass die entsprechende Hardware (z.B. Laptop, Beamer) eingesetzt wird. Dies wiederum schränkt die Auswahl der Ausbildungsorte stark ein. Wer möchte schon das „komplette Zeug“ zusätzlich zur eigenen, umfangreichen Ausrüstung auf eine Hütte schleppen?

Der 1-wöchige Instructor-Lehrgang, der auf der schön gelegenen und für die Ausbildung sehr gut geeigneten Rudolfshütte (Alpinzentrum) in Österreich geplant war, ist entfallen. Der Lehrgang steht jedoch 2006 auf dem Programm. Auf der Rudolfshütte steht die so genannte Hardware zur Verfügung.

Zur Landesausbilder Fortbildung (T-LAB-FOBI), die vom 18.-20.02.2005 im Stu-bai/Tirol vom DSV durchgeführt wurde, haben sich 8 von 13 Landesausbilder (nur vom BSV) zur Fortbildung angemeldet, wobei durch Verletzungen die Anzahl der Teilnehmer noch etwas verringert wurde. Die geringe Teilnehmerzahl (2005 gegenüber 2004) ist sehr unerfreulich und wird zur Konsequenz führen, dass eine mehrmaliger Absage an der Fortbildung eine Streichung aus der LA-Liste nach sich ziehen wird.
Nach wie vor gilt der Beschluss der Gaureferenten Skitour im BSV, dass die Gaureferenten an der Fortbildung der Landesausbilder teilnehmen können, um die Landesausbilder, die aus verschiedenen Skigauen kommen, näher kennen zu lernen um dabei auch Erfahrungen auszutauschen. Die Fortbildung der Gaureferenten erfolgt an diesen Tagen jedoch getrennt.

Noch immer ist die Kommunikation zwischen DSV und BSV nicht optimal (trotz EDV). Zu bemängeln ist vor allem, dass es anscheinend nicht möglich ist, eine Mitteilung zu bekommen welche Lehrgänge des DSV stattfinden oder mangels Teilnehmerzahl abgesagt werden müssen. Es sind zwar die Teilnehmer des BSV an den Lehrgängen bekannt - weil diese vom BSV dem DSV per Fax gemeldet werden - allerdings besteht der DSV nicht nur aus dem Bayerischen Skiverband, sondern auch aus einer Reihe anderer Landesverbänden. Offensichtlich ist dort das Interesse an einer fundierten Fortbildung dermaßen gering, dass sich tatsächlich die Frage stellt, ob es außer dem BSV noch andere Landesverbände in diesem Bereich gibt? Es wurde schon einmal beim DSV angeregt, bei einer zu geringen Teilnehmerzahl mehrere Lehrgänge zusammen zu legen, wenn es die Ausbildungsinhalte und die Zeitdauer erlauben. Es besteht Anlass zur Sorge, dass gemeldete Teilnehmer ihre Ausbildung auf viele Jahre strecken müssen (z.B. Ausbildung zum DSV-Skilehrer Skitour) und letztendlich die Geduld verlieren und aufhören, obwohl viel Zeit und Geld in der Zwischenzeit investiert wurde.

Eine Frage, die bei der diesjährigen DSV Landesausbilder Fortbildung (T-LAB-FOBI) diskutiert wurde, lautete: „Der DSV hat im Sponsoring versierte Fachleute. Da sollte doch für unsere um die schiere Existenz kämpfende Sparte eine Förderung möglich sein“.
Auch wenn die finanziellen Mittel nicht mehr so reichlich zur Verfügung stehen (aber für erstaunliche Abfindungen - BLSV - offensichtlich noch immer vorhanden sind).

Kritik ist notwendig, im eigenen Verband (BSV) wie auch bei dem Dachverband (DSV) um einen Anstoß zur Änderung oder Erneuerung zu geben. Wenn es einen Erfolg bringt, dann ist es als ein Fortschritt zu bezeichnen.

Abschließend möchte ich mich bei allen bedanken, die im Skiclub, Skigau oder Bayerischen Skiverband tätig sind und waren. Schon deshalb, weil sie mir mit Rat und Tat zur Seite standen, wenn ich ihre Hilfe beanspruchte.



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