Alexander Ospelt läutet als frisch gewählter FIS-Präsident neue Ära ein – Dr. Franz Steinle erneut ins FIS Council gewählt

Gruppenbild von drei Männern im Anzug
Im Rahmen des FIS-Kongresses im serbischen Belgrad hat sich Alexander Ospelt aus Liechtenstein bei der Wahl des FIS-Präsidenten mit einer Stimme Vorsprung gegen seinen Amtvorgänger, den britisch-schwedischen Multimilliardär Johan Eliasch durchgesetzt. Die Erleichterung war bei vielen großen nationalen Verbänden deutlich spürbar. Der ehemalige Präsident stand nach umstrittenen Entscheidungen in der Kritik.

Neben dem FIS-Präsidenten wurden auch die Mitglieder des FIS Council neu gewählt. Mit 63,8 % der Stimmen konnte Dr. Franz Steinle seinen Sitz im wichtigsten Gremium des Weltverbandes behaupten. Dies ist ein deutliches Zeichen dafür, dass die FIS-Familie die Geradlinigkeit, Expertise und Verantwortung des ehemaligen DSV-Präsidenten zu schätzen weiß.

Stefan Schwarzbach, DSV Vorstand Kommunikation & Geschäftsführer:
„Wir gratulieren Alexander Ospelt zur Wahl zum neuen Präsidenten des Internationalen Skiverbandes. Wir haben große Hoffnungen, dass die FIS nun wieder zu dem wird, was sie einmal war: ein Vorzeigeverband, der seinen Mitgliedern dient, ihre Interessen ernst nimmt und den Sport in den Mittelpunkt ihres Handelns stellt.

Dabei sehen wir selbstverständlich auch, dass einige Nationen, insbesondere kleinere Verbände, mit einer gewissen Unsicherheit auf die kommenden Jahre blicken. Diese Sorgen müssen ernst genommen werden. Es wird eine der wichtigsten Aufgaben der neuen Führung sein, alle Mitglieder mitzunehmen und die Kommunikation weiter zu verbessern, ohne dabei die Handlungsfähigkeit und Schlagkraft der großen und tragenden Verbände zu schwächen.

Gleichzeitig hoffen wir, dass nun auch möglichst schnell Klarheit bei der Vergabe der Nordischen Ski-Weltmeisterschaften 2031 geschaffen wird. Die Art und Weise, wie gestern ganz offensichtlich versucht wurde, Einfluss auf den Entscheidungsprozess zu nehmen, hat viele irritiert und könnte am Ende sogar mit dazu beigetragen haben, dass der Wunsch nach einem Wechsel heute eine Mehrheit gefunden hat.

Nach unserem Eindruck hatte Oberstdorf die Unterstützung einer Mehrheit im Council. Aufgrund offener finanzieller Fragestellungen wurde dieses Ergebnis jedoch nicht offiziell bestätigt. Umso wichtiger ist es jetzt, unter dem neuen Präsidenten und mit dem neu gewählten Council schnell einen transparenten und nachvollziehbaren Prozess einzuleiten, der beiden Bewerbern gerecht wird und vor allem den Interessen des nordischen Skisports dient.

Wir haben heute die Chance auf einen Neuanfang bekommen. Jetzt liegt es an uns allen, diese Chance verantwortungsvoll zu nutzen und den Blick nach vorne zu richten.“

Foto: © DSV

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