Motor- und Skirennsport haben viele Gemeinsamkeiten. Beide leben die Faszination Geschwindigkeit, ziehen den Zuschauer in Bann, zeigen spektakulĂ€re Bilder und wecken KindheitstrĂ€ume oder SehnsĂŒchte. Nicht umsonst existieren Allianzen, die dies untermauern. So besteht seit vielen Jahren auch eine Partnerschaft zwischen Audi und dem Bayerischen Skiverband.
Und so lag es auch nahe, die Veranstaltung des Bayerischen und AllgĂ€uer Skiverbandes âFaszination Wintersport erlebenâ, in die RĂ€ume des Autoveredlers ABT Sportsline nach Kempten zu legen. ABT Marketing Manager Harry Unflath lieĂ es sich nicht nehmen, die zahlreichen, aus ganz Schwaben angereisten Teilnehmer durch die heiligen âWerkstatthallenâ zu fĂŒhren.

Doch nicht Autotuning war das Thema des Abends. ASV und BSV hatten die âMacherâ aus den Skivereinen eingeladen, um sich mit ihnen auszutauschen. Ein Hintergrund war der sich schon seit langem bekannte und andauernde Mitgliederschwund in den Vereinen des Verbands. So hatte der Deutsche Skiverband in 15 Jahren einen Verlust von etwa 150.000 Mitgliedern zu verzeichnen â und das, obwohl die Gesamtanzahl der Skifahrer sich kaum verĂ€ndert hat. Auch wenn diese Zahlen in Bayern nach wie vor besser aussehen Grund genug, sich darĂŒber auszutauschen, um diesen Trend zu analysieren, zu stoppen und eventuell umzukehren.
BSV PrĂ€sident Manfred Baldauf erlĂ€utert die Zielstellung der Veranstaltung: âWir wollen eine Plattform fĂŒr Macher in den Skivereinen schaffenâ. Im Gegenseitigen Austausch sollen Best Practice Beispiele ausgetauscht, Kommunikationsstrukturen entwickelt und Erwartungshaltungen definiert werden. Das AllgĂ€u bildet den Start der Serie, anschlieĂend werden alle 11 regionalen SkiverbĂ€nde bereist.
Im Anschluss an den Impulsvortag von Wolfgang WeiĂmĂŒller, GeschĂ€ftsfĂŒhrer im BSV, konnten sich die Anwesenden zu den Themen Kommunikation, Ehrenamt und Macher, Herausforderungen sowie Leistungssport und Sportentwicklung austauschen. In Workshops, moderiert durch Dr. Hubert Lechner (1. Vorsitzender ASV), Herbert John (VizeprĂ€sident BSV) und Dominik Feldmann (stellv. GeschĂ€ftsfĂŒhrer BSV), eingeteilt, diskutierten die Teilnehmer ĂŒber aktuelle Probleme.
Digitalisierung, Finanzierungsmöglichkeiten fĂŒr Projekte oder die Folgen des Klimawandels und deren Auswirkungen auf den Skisport, die Zukunft des Ehrenamts und Erwartungshaltungen der Vereine an die VerbĂ€nde beschĂ€ftigten die Teilnehmer. Schnell wurde klar, dass Probleme und deren Lösungen nicht gleichermaĂen auf Klein- oder GroĂvereine ĂŒbertragen werden können. Und doch wurden Ideen weitergegeben und ein VerstĂ€ndnis fĂŒr Schwierigkeiten anderer geweckt. Seitens der VerbĂ€nde kam das Versprechen, sich mit den Thematiken auseinanderzusetzen und die Teilnehmer an den LösungsvorschlĂ€gen teilnehmen zu lassen.
Herbert John, VizeprĂ€sident des BSV, sah sich erst am Anfang einer Veranstaltungsreihe: âUm VerĂ€nderungen zu erzielen, brauchen wir erst einmal eine Bewusstseinsmachung der Schwierigkeiten. Erst dann kann ein Umdenken erfolgen, das vor allem durch die Macher in den Vereinen auch in die RealitĂ€t umgesetzt werden muss.â

