Mayer/Auernhammer: Garmisch-Partenkirchen muss zentraler Austragungsort der Ski-Weltcups bleiben

Die Kandahar-Abfahrt der Herren darf nicht gestrichen werden.

 

Der Ski-Weltverband FIS plant, die legendäre Kandahar-Abfahrt der Herren in Garmisch-Partenkirchen aus dem Rennkalender zu streichen. Hierzu erklären der sportpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Stephan Mayer, und der zuständige Berichterstatter, Herr Artur Auernhammer, Folgendes:

Stephan Mayer: „Die Kandahar-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen ist in der Ski-Saison ein anerkannter Höhepunkt für alle Fans des Ski-Sports weltweit, vor allem aber ein Ereignis, dass untrennbar mit Garmisch-Partenkirchen verbunden ist. Hinzu kommt die bedeutende Tradition dieses Rennens: Seit 1954 wird es ausgetragen. Darüber hinaus stellt das Rennen für die Ski-Fahrer einen herausragenden sportlichen Höhepunkt dar. Weshalb es jetzt Planungen gibt, gerade dieses Rennen nicht mehr als Teil des Ski-Weltcups der Herren austragen zu lassen, ist überhaupt nicht nachvollziehbar. Es wäre zudem das völlig falsche Signal an den Wintersport in Deutschland, vor allem aber an den Ski-Sport in der Region, der sich aktuell erst langsam von den Folgen der Pandemie sportlich und wirtschaftlich zu erholen beginnt.“

Artur Auernhammer: „Sowohl bei den Rennläufern selbst, als auch bei den Ski-Fans, genießt das Abfahrts-Rennen auf der Kandahar-Strecke in Garmisch-Partenkirchen seit Jahrzehnten weltweit höchstes Ansehen. Jedes Jahr leistet der austragende Skiclub Garmisch Herausragendes und bietet den besten Rennläufern ein spektakuläres Kräftemessen nach höchsten Standards. Auch für die Region hat das Abfahrts-Rennen eine sehr große Bedeutung und gerade die Herren-Abfahrt hat sich als Besuchermagnet fest etabliert. In der heutigen Zeit Rennen in den bayerischen Alpen abzusagen, um Rennen nach China und Russland zu verlegen, kann ich nicht nachvollziehen. Die scheinbar zwanghafte Internationalisierung des Ski-Rennsports muss hier Grenzen kennen. Besonders das Vorhaben, Rennen nach Russland zu verlegen, sehe ich sehr kritisch und ich verurteile dies aufs Schärfste.“

Hintergrund:

Übereinstimmenden Medienberichten zufolge beabsichtigt der Internationale Skiverband FIS , seinen Rennkalender zu überarbeiten. Neben anderen Veranstaltungen ist vor allem die Kandahar-Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen von der Streichung bedroht. Der Counsil, das Entscheidungsgremium der FIS, tritt im Mai 2022 erneut zusammen, um den Rennkalender zu beraten.

Post Author: BSV