Sportdirektor Andreas Scheid: āWir wollen das hohe Niveau halten!ā | PrƤsident Prof. Hanns Michael Hƶlz über zukünftige MaĆnahmen: āEs ist essentiell, unseren Ridern die Chance zu geben, sich weiterzuentwickeln!ā | Selina Jƶrg Athlete of the Year Auf der Saison-Erƶffnungspressekonferenz im Coubertain in München hat Snowboard Germany seine Erwartungshaltung für die anstehende Weltcup-Saison formuliert und wichtige MaĆnahmen dargestellt, die sicherstellen sollen, dass alle Weltcup-Teams auch zukünftig zur internationalen Weltspitze zƤhlen. āWir wollen nach der letzten, einmal mehr überragenden Saison, das hohe Niveau haltenā, erklƤrt Sportdirektor Scheid, der zudem darauf verweist, dass der kommende Winter auch dazu dient, erste Grundlagen für die kommenden GroĆereignisse zu schaffen. āWir setzen daher weiter auf QualitƤt und ProfessionalitƤt in allen leistungsrelevanten Bereichen wie Material oder Betreuung.ā Dazu zƤhlen neben der Einstellung neuer Trainer wie dem Weltcup-erfahrenen ehemaligen italienischen Nationaltrainer Race Meinhard Erlacher (ITA) weitere UmsetzungsmaĆnahmen der Strukturreform 2019-2022. Ein wichtiger Baustein ist daher auch die Installation einer Landingbag-Anlage am Stützpunkt Gƶtschen/Bischofswiesen. Diese soll, so Freestyle-Bundestrainer Michael Dammert āvor allem dazu dienen, die strukturelle Lücke zu den anderen Nationen zu schlieĆen. Wir haben eine junge dynamische Mannschaft aufgebaut, die auf dem Weg in die Weltspitze ist. Um Sprünge und Tricks von hƶchster Schwierigkeit zu lernen, gehen wir methodisch mit einer Dreierfolge vor: Trampolin, Landingbag, Schnee. Ein Landingbag ist wichtig, weil es Sicherheit im Trainingsalltag bietet und unsere Athletinnen und Athleten bestmƶglich auf die Umsetzung neugelernter Tricks im Schnee vorbereitet.ā VerbandsprƤsident Prof. Michael Hƶlz ergƤnzt in diesem Zusammenhang: āEs ist essentiell, unseren Nachwuchs-Athletinnen und -Athleten sowie den erfahrenen Ridern die Chance zu geben, sich weiterzuentwickeln. Wir erhoffen uns daher eine groĆen Schub für die Freestyle-Sparte über alle Leistungsebenen hinweg.ā Athlete of the Year Diese wie auch weitere MaĆnahmen würden letztlich darauf einzahlen, dass auch in Zukunft mit internationalen Erfolgen deutscher Snowboarderinnen und Snowboarder zu rechnen sei. Erfolgen wie der WM-Titel 2019 von Selina Jƶrg im Parallelriesenslalom, der der 31-jƤhrigen AllgƤuerin nach 2018 bereits die zweite Ehrung zum Athlete of the Year in Folge beschert hat. Hƶlz lobte die Teamleaderin als eine āherausragende Sportlerin und Persƶnlichkeit, die gezeigt hat, dass Talent, Einsatz, Wille und der Glaube an sich selbst letztlich den erwünschten Erfolg über einen langen Zeitraum hinweg bringt. Wir alle hoffen, dass wir Selina noch viele Jahre auf ihrem Weg begleiten und ihr helfen kƶnnen, ihre Wünsche zu erfüllen.ā Eine erneut starke Saison von Jana Fischer wird es indes leider nicht geben. Die Snowboardcrosserin, die vor wenigen Tagen auch im Rennen um die Sporthilfe-Ehrung zum āJuniorsportler des Jahresā gewesen war und für ihren Titel bei der Junioren-WM von Hƶlz als Rookie of the Year ausgezeichnet wurde, verletzte sich im Training in Saas-Fee an der Schulter, wird kommende Woche operiert und dürfte somit den kompletten Winter verpassen. Bundestrainer Paul Marks wurde für die Erfolge des Raceboardteams, das neben dem WM-Titel weitere Medaillen aus Park City mit nach Hause gebracht und auch im Weltcup mit dem PSL-Titel von Stefan Baumeister sowie zahlreichen Top-3-Ergebnissen für Furore gesorgt hat, als Coach of the Year geehrt. Heim-Weltcups Die erfolgreichen deutschen Snowboarderinnen und Snowboarder werden auch im kommenden Winter wieder auf heimischen Boden um Weltcup-Siege fahren. So bestƤtigte Direktor Verbandsmanagement Stefan Knirsch, dass neben dem SBX-Heimweltcup am Feldberg (31.01.-02.02.2020) auch das traditionelle Saisonfinale der Racer wieder in Winterberg (14.03.-15.03.2020) stattfinden wird. Saison-Ziele Eine etwas detaillierte Ćbersicht über die Zielsetzungen der einzelnen Weltcup-Mannschaften geben der Sportdirektor sowie die jeweiligen Bundestrainer: Andreas Scheid, Sportdirektor: Nach der letzten, einmal mehr überragenden Saison wollen wir insgesamt das Niveau bestmƶglich halten und parallel bereits den Fokus auf die Vorbereitung zur WM 2021 und den kommenden Olympischen Winterspielen legen. Daher setzen wir weiter auf QualitƤt und ProfessionalitƤt in allen leistungsrelevanten Bereichen wie Material oder Betreuung. Diese Vorgaben aus der Umsetzung des Strukturplans 2019-2022 beinhalten daher Weichenstellungen wie zusƤtzliche Trainerstellen oder hinsichtlich der Infrastruktur im Bereich Freestyle aber auch die Verbesserung und Optimierung der Nachwuchsfƶrderung und TalentsichtungsmaĆnahmen. Paul Marks, Race: Ein Jahr ohne WM oder Olympische Spiele ist kein Ruhejahr für uns. Unser Fokus liegt in diesem Jahr auf der kompletten Weltcup-Rennserie, mit dem Ziel, die Athleten am Ende des Jahres auf das Gesamtpodium zu bringen. Mit einem sehr vollen Kalender, mit Rennen auf der ganzen Welt, ist das keine leichte Herausforderung. Von daher setzen wir in der Saisonplanung einen Schwerpunkt auf gezielte Erholungs- und Regenerationsphasen zwischen den Reisen, Weltcups und Trainingseinheiten. Denn nur wenn wir fit und konzentriert bleiben, kƶnnen wir unsere Ziele erreichen. AuĆerdem richten wir in unseren Praxiseinheiten bereits den Blick nach vorne. Alle Trainingscamps zƤhlen bereits als Vorbereitung auf die kommenden GroĆereignisse der nƤchsten zwei Jahre. Wir sind momentan das Team, das es zu schlagen gilt, und der Rest der Welt beobachtet, was wir tun, um an uns vorbeizukommen. Deshalb arbeitet das ganze Team hart daran, in allen Einheiten weitere Vorteile herauszukitzeln. Ich bin sehr stolz auf das, was wir bisher in der Vorsaison geleistet haben, sodass wir wieder die gleichen starken Ergebnisse von unseren Top-Fahrern sehen werden. AuĆerdem glaube ich, dass unsere jüngeren Fahrer weiter aufholen und auch Erfolge erzielen werden. Das liegt vor allem daran, dass wir viel in unser Nachwuchsteam investiert haben, sei es durch eine StƤrkung des Trainergespanns oder durch die Schaffung zusƤtzlicher Trainingseinheiten. Unser Ziel, auf allen Ebenen der Vorreiter im Raceboarden zu sein, nimmt weiter Formen an und wird auch die Grundlage für zukünftigen Erfolg sein. Michael Dammert, Freestyle: In den Freestyle Disziplinen bauen wir gerade junge Mannschaften und nachhaltige Strukturen für langfristige Erfolge ab 2026 auf. Trotz der langfristigen Ausrichtung verzeichnen wir aber schon jetzt erste sehr gute Resultate, ssodass man auch schon 2022 sehen wird, dass mit uns zu rechnen ist. So gilt unsere Halfpipe-Mannschaft inzwischen neben den Schweizern als das zweite europƤische Spitzenteam. Diesem Ruf wollen wir gerecht werden und konstant bei den Weltcups ins Finale fahren. Christoph Lechner, der amtierende deutsche Meister und seine Kollegen haben einen trainingsintensiven Sommer hinter sich und sind in Top-Form. AndrĆ© Hƶflich, der letztes Jahr von einer Kreuzbandverletzung zurück kam, konnte bereits Ende der vergangenen Saison mit seinem Europacup-Sieg zeigen, dass diesen Winter mit ihm zu rechnen ist. Und auch in