Skisprungtrainer der Frauen in Baden-Baden ausgezeichnet Andreas Bauer aus Oberstdorf, Bundestrainer der Skispringerinnen, wurde vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) als Trainer des Jahres 2019 ausgezeichnet. Skisprung-Olympiasiegerin Carina Vogt und DOSB-VizeprƤsidentin Leistungssport Uschi Schmitz ehrten den 55-JƤhrigen am Sonntag bei der Gala āSportler des Jahresā in Baden-Baden. Andreas Bauer hat sich einen festen Platz in der Sportgeschichte erobert: Als das Skispringen der Frauen 2014 in Sotschi zum ersten Mal im olympischen Programm stand, holte āseineā Athletin Carina Vogt gleich die Goldmedaille. āDu hast mich zur Olympiasiegerin gemachtā, sagte Vogt in ihrer Laudatio; und im Ćbrigen auch zur fünfmaligen Weltmeisterin, und nicht nur sie. Bei der WM in Seefeld brachte Bauer beide Team-Goldmedaillen (Frauen und Mixed) sowie einmal Silber durch Katharina Althaus mit nach Hause. Doch mindestens genauso wichtig wie der Erfolg ist das, was Carina Vogt weiter über den früheren Weltcup-Skispringer und Olympiateilnehmer sagte: āFür dich ist der Teamgedanke oberste PrƤmisse.ā Andreas Bauer stelle sich immer vor sein Team, im Erfolg, aber vor allem auch dann, wenn es mal nicht so laufe. āAndreas Bauer hat diese Auszeichnung mehr als verdientā, sagte die Jury-Vorsitzende Uschi Schmitz. āEr hat einen groĆen Anteil daran, dass sich das Skispringen für Frauen in Deutschland so hervorragend etabliert hat. Seine Arbeit mit den Frauen, aber auch seine beiden vorherigen Stationen haben die Jury durchweg überzeugt.ā Andreas Bauer hat vor neun Jahren nach langjƤhriger TrainertƤtigkeit bei den MƤnnern im Skispringen und in der Nordischen Kombination die Herausforderung angenommen, die Skispringerinnen im Deutschen Skiverband zu trainieren zu einer Zeit, in der die überaus positive Entwicklung der noch jungen Disziplin für Frauen so nicht zu erwarten war. Er hat ein Team geformt, das in den vergangenen Jahren mithilfe seines groĆen Engagements sowie seiner überragenden QualitƤten als Trainer und Persƶnlichkeit bestƤndige und groĆartige Erfolge feiern durfte. Hintergrund Zur Honorierung herausragender, langfristiger und nachhaltiger Leistungen verleiht der DOSB seit 2006 den Preis āDOSB-Trainer*in des Jahresā. Damit will er die WertschƤtzung von Trainerinnen und Trainern in der Ćffentlichkeit steigern. āTrainer*innen haben eine Schlüsselfunktion für die Athlet*innenā, sagt Uschi Schmitz. āDurch diesen Preis mƶchten wir dazu beitragen, dass die Trainer*innen insgesamt gestƤrkt werden. Um dies auf allen Ebenen zu erreichen, haben wir im DOSB das mehrjƤhrige Projekt `TrainerInSportdeutschland` aufgelegt. Denn Trainer*innen sind wichtig für die Spitze, aber eben auch für die Basis in den Vereinen.ā Die Jury Vorsitzende der Jury ist Uschi Schmitz, lange Jahre Hockey-Nationalspielerin und aktuell VizeprƤsidentin Leistungssport im DOSB. AuĆerdem gehƶrten ihr an: Dr. Petra Tzschoppe, DOSB-VizeprƤsidentin Frauen und Gleichstellung, Dirk Schimmelpfennig, DOSB-Vorstand Leistungssport, Heiner Brand, Ex-Handball-Bundestrainer, Ulla Koch, Bundestrainerin Turnen, Barbara Rittner, Bundestrainerin Tennis, Hermann Weinbuch, Bundestrainer Nordische Kombination, Jonathan Koch (Mitglied der Athletenkommission des DOSB und DOSB-PrƤsidiumsmitglied) sowie Werner Klatten, Aufsichtsratsvorsitzender der Stiftung Deutsche Sporthilfe. Die bisherigen PreistrƤger 2018: Detlef Uibel (Bahnrad) 2017: Jürgen Wagner (Beachvolleyball) 2016: Reiner KieĆler (Kanu) 2015: Justus Wolf (Para-Ski alpin) 2014: Norbert Loch (Rodeln) 2013: Silvia Neid (FuĆball) und Hermann Weinbuch (Nordische Kombination) 2012: Ralf Holtmeyer (Rudern) und Hans Melzer (Reiten, Vielseitigkeit) 2011: Markus Weise (Hockey) 2010: Uwe MüĆiggang (Biathlon) 2009: Kim Raisner (Moderner Fünfkampf) 2008: Rolf-Dieter Amend (Kanu) 2007: Heiner Brand (Handball) 2006: Raimund Bethge (Bob) Bild: DSV