SNBGER-PrƤsident Prof. Hanns Michael Hƶlz mit den geehrten Stefan Baumeister, Paul Marks und Leon Beckhaus Ā© Oliver Beckmann Auf der heutigen Saison-Erƶffnungspressekonferenz (Montag, 06.11.17), die erstmals im Münchner Weststudio stattgefunden hat, hat Snowboard Germany klare Ziele für die bereits laufende Olympia-Saison benannt. āWir wollen in allen olympischen Disziplinen mit insgesamt 17 bis 19 Athleten in Korea vertreten sein. Und natürlich erhoffen wir uns mƶglichst viele PodestplƤtzeā, erklƤrt Sportdirektor Stefan Knirsch, der dazu weiter anmerkt, dass das ānatürlich nur mƶglich ist, wenn wir im Rahmen des Qualifikationszeitraumes verletzungsfrei bleiben.ā Angesichts des engen Fensters von nur knapp drei Monaten sei āeine mƶglichst frühzeitige Erfüllung der Nominierungskriterien daher wünschenswert.ā Dass Snowboard Germany aber durchaus selbstbewusst den letzten Abschnitt der Road to Pyeongchang in Angriff nehmen kann, belegt nicht nur das frisch ins Leben gerufene Top-Team Pyeongchang 2018, sondern auch der erfreuliche Saisonstart im Halfpipe-Weltcup, in dessen Verlauf Johannes Hƶpfl als erster Snowboard Germany-Athlet die halbe nationale Olympia-Norm erfüllen konnte ā und sich so ebenfalls seinen Platz im Feld der HoffnungstrƤger für die kommenden Olympischen Spiele verdient hat. Athlete of the Year Ebenfalls Teil des Top-Teams Pyeongchang ist Stefan Baumeister (Feldkirchen-Westerham, 24), der als Rider of the Year 2017 ausgezeichnet wurde. āStefan schaut auf eine ganz starke Saison zurück, in deren Verlauf er nicht nur seinen ersten Weltcup-Sieg beim Heimrennen in Winterberg feiern durfte, sondern gemeinsam mit Carolin Langenhorst auch noch Dritter im dortigen Teamevent wurde. Er hat letzten Winter einen groĆen Sprung nach vorne gemacht, vom Talent zum HoffnungstrƤger. Wir wünschen ihm, dass er in den kommenden Monaten an diese Leistungen anknüpfen kann, um sich hoffentlich den ein oder anderen sportlichen Traum zu erfüllenā, lobt VerbandsprƤsident Prof. Hanns Michael Hƶlz den Raceboarder, der bereits 2013 schon einmal die Ehrung in Empfang nehmen durfte. Neben Baumeister wurden ebenfalls Paul Marks als Coach of the Year sowie Leon Beckhaus (München, 19) als Rookie of the Year mit einem handgefertigten Holz-Snowboard aus dem Schwarzwald belohnt. Erneut fünf Heimweltcups an drei Orten Auch in Sachen Heimweltcups gibt es Positives zu verlauten. Neben dem Big Air Weltcup in Mƶnchengladbach Anfang Dezember, dem SBX-Doppelevent am Feldberg Anfang Februar kurz vor Olympia, steht auch Winterberg im MƤrz wieder mit einem langen Weltcup-Wochenende der Raceboarder im Kalender der FIS. āWir sind mit insgesamt fünf Weltcup-Entscheidungen an drei Orten auf einem sehr guten Weg, uns in allen Snowboardbereichen als Veranstalter zu etablieren ā mit dem Fernziel irgendwann in jeder olympischen Disziplin einen Heimweltcup anbieten zu kƶnnenā, so Stefan Knirsch. Saisonziele Eine etwas detaillierte Ćbersicht über die Zielsetzungen der einzelnen Weltcup-Mannschaften geben die jeweiligen Bundestrainer. Paul Marks, Race: Unser Ziel ist es, immer zu gewinnen. Wir sind in diesem Jahr mit sieben Damen und vier Herren extrem stark aufgestellt. Das ganze Team hat nach den bitteren vierten PlƤtzen bei der letzten WM um so hƤrter gearbeitet, was vor allem den Jungen mit Blick auf die kommende Olympiaqualifikation einen Push gegeben hat. Dazu zƤhlen vor allem Ramona Hofmeister, Carolin Langenhorst und Stefan Baumeister, die nicht nur von der gewonnen Erfahrung profitieren werden, sondern verstanden haben, wie ein GroĆereignis funktioniert. Das wird ihnen ungemein bei der Jagd auf PodiumsplƤtze helfen. AuĆerdem kommen mit Amelie Kober, Anke Wƶhrer und Cheyenne Loch sehr starke und erfahrene Athleten zurück, die den internen Wettstreit um die Olympiatickets noch mehr anheizen werden. Michael Dammert, Freestyle: Wir wollen parallel zum Big Air- und Slopestyle-Konzept auch eines für die Halfpipe-Disziplin aufbauen. Wir haben bereits einige vielversprechende Fahrer in allen Altersstufen, die wir in Zukunft ā auch dank unseres Stützpunktes in Berchtesgaden ā noch enger betreuen mƶchten. Auf dem Top-Level hat Johannes Hƶpfl bereits die halbe Olympia-Qualifikation in der Tasche und feilt derzeit weiterhin mit Co-Bundestrainer Luka Gartner am Kitzsteinhorn an seinem Olympiarun, der ihn hoffentlich noch weiter nach vorne bringt als 2014. Inwiefern Pyeongchang für die verletzte Pipe-Riderin Leilani Ettel Thema wird, wird sich in den nƤchsten Monaten zeigen. Hier hat die langfristige Gesundheit eindeutig PrioritƤt. Und natürlich hoffen wir auch im Slopestyle darauf, mƶglichst rasch unsere Athleten für das GroĆereignis zu qualifizieren. Darüber hinaus freuen wir uns im gesamten Team riesig auf unseren Heimweltcup in Mƶnchengladbach, bei dem wir mit einigen Nachwuchsfahrern aufzeigen wollen, dass mit ihnen in Zukunft zu rechnen ist Bernard Loer, SBX: Erstes Ziel war und ist es, weiterhin das Team fahrerisch zu stƤrken. Dass wir hier auf dem richtigen Weg sind, ist durch die passablen und zum Teil sehr guten Quali-Ergebnisse vom ersten Weltcup-Rennen in Argentinien erkennbar. Darauf bauen wir weiter auf. Darüber hinaus wollen wir natürlich in den vier Weltcup-Rennen bis Mitte Januar mƶglichst viele MƤnner für die Olympischen Spiele qualifizieren. Für Hanna Ihedioha gilt es indes, nach langer Verletzungspause (Schulter-OP im Frühjahr) langsam wieder zurückzufinden, damit sie für die Weltcup-Rennen im Dezember wieder fit wird. Bis dahin steht in den nƤchsten Wochen eine wettkampfnahe Trainingsphase auf dem Programm mit der Generalprobe beim Europacup im Pitztal, bei der mit den Ćsterreichern, Amerikanern und Australiern eine starke Konkurrenz am Start sein wird.